Virus Gladiator Elektron pro X 2021 Testbericht

  • Nach mittlerweile 15 Tagen auf dem neuen Gladiator Elektron pro X (Nachfolger vom CX) wird es Zeit für einen kleinen Bericht.

    Die Wunschlackierung im Hippie Style ist schonmal was einzigartiges.

    Ich war eine lange Zeit von meinem 2017er Zylon Elektron X überzeugt und selbst neuere Bretter fuhren für mich nicht maßgeblich besser, da der alte Gladi einfach alles sehr gut kann. Es war ja auch Franks eigenes Brett…

    Im Winter Ende 2020 testete ich die CX Serie und kam nur mittelmäßig zurecht, da die etwas zu sportiv waren und mir viel ab verlangten. Dafür waren sie sehr schnell.

    2021 erhielt ich dann den Nachfolger das Evo pro X und auch dieses ist ordentlich straff/ sportiv und war die ersten Tage auch noch deutlich kraftraubender und bockiger als der alte Gladi. Aber es ist schnell….sauschnell

    Ich habe dann beide Bretter mit den Isolator Platten ergänzt und beide Bretter fahren dadurch kraftsparender und ich habe schon deutlich mehr Spaß. Auch dem alten Gladi hat der Isolator deutliche Vorteile verschafft.

    (Grip/ Laufruhe/ geringerer Kraftaufwand)

    Der Aha-Effekt beim neuen Evo pro X kam dann nach ca 7-10 Tagen, wo das Brett dann eingefahren war.

    Es ist so heftig, wie sich das Board nochmal positiv entwickelt hat, der Popp steigerte sich um ein vielfaches und die Biegelinie fühlt sich nun noch viel besser als beim alten an. (Einmal ist es mir auch unter dem Hintern weg gepoppt, was in einer Pirouette endete)

    Das Brett wurde plötzlich super agil und dennoch laufruhig/ gedämpft.

    Alles geht spielerisch. Die Nase ist steifer und gibt nie nach, man kann einfach überall durchknallen. Die Bockigkeit verschwindet nach dem Einfahren auch.


    In Südtirol hatten wir in der Nacht -16°C und die eh schon straffen Kunstschnee Pisten wurden richtig hart, aber noch griffig.

    Das ist für mich noch eine Stufe über Laborbedingungen….knallhartes Labor.

    In diesen Bedingungen ist der Gladi zu hause. Die meisten Skifahrer schrabbeln auf den harten schwarzen Pisten weg. Sie fanden nur schwer Grip und kaum einer fuhr sauber.

    Ich fuhr erstmal vorsichtig ein, aber die Kante zuckte nicht mal. Ich muss auch technisch überhaupt nicht so sauber fahren wie mit dem alten. Ich konnte kopflos drauf los hämmern und das Brett fliegt mit mir die Piste runter, ich bin teilweise schneller als Skifahrer….geil.

    Das Timing beim Umkannten passt perfekt, alles geht spielerisch.

    Ich denke, dass die Torsion deutlich straffer ist, wodurch ich nicht so viel mit dem hinteren Knie arbeiten muss, das Brett nimmt viel ab und die Kante hält dennoch.

    Ich bin total begeistert und froh über den Kauf und besonders die Isolatorplatte möchte ich nicht mehr missen.

    Geschwindigkeit und kopfloses Fahren bringen aber auch Gefahr mit sich. Ich habe einen Längshügel übersehen und bin da mit ordentlich Schwung in der Frontside aufgesetzt, was in einem Rippenbruch endete und die Saison somit in jedem Fall für mich zu Ende ist.

    Im Fazit kann ich nur sagen, dass ein riesiger Sprung zu den alten Brettern passiert ist und das neue Olympiasieger Material (Strandmatte) in Verbindung mit besseren Innereien verspricht in der nächsten Evostufe nochmals Vorteile.

    Da bin ich auf Tests gespannt.

    Anmerkung:

    Für Leute, die es noch nicht wissen:

    Der Gladiator hat im Prinzip den Sidecut vom Blackdeath 3(alt) und ist 2 cm breiter (17cm).

  • Was man vielleicht beim Bretttest bedenken sollte. Eingefahrene Bretter fahren besser.

    Mein altes Brett war damals bereits eingefahren (7-10 Schneetage) und funktionierte auf anhieb perfekt.

    Bei komplett neuen Brettern muss man es selber machen, aber wenn man beim Testen neuer Bretter diese als etwas zu straff/ zickig empfindet, dann legt sich das nach ca. 1 Woche im Schnee.

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