Virus Lightning II Team und Psychedelic II Evo III

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  • So richtig konnte ich ja noch nie verstehen, warum hier im Forum so viele Leute eines (oder gleich mehrere) von Franks Boards haben, denn:

    Man kauft sich für einen Haufen Geld einen gefährlichen Krankheitserreger (Virus) ein,
    erkrankt deswegen an der Pest (Black Death),
    im Fieber jagt jetzt ein Albtraum (Nightmare) den anderen,
    der Terminator gibt einem schließlich noch den Rest,
    worauf man vom Leichenbestatter (Undertaker) unter die Erde gebracht wird.



    Eine diametral entgegengesetzte These vertritt der Fruno in seinem "Alles über's Carven"-FAQ:


    "Und sie haben vor allem eines: Jede Menge Spaß!"



    Ja was jetzt? Spinnen die denn alle? :vogel:



    Ok, da ich manchmal auch etwas verrückt bin, habe ich beschlossen, mich an der CM 2013 dem Kampf gegen das Unheil zu stellen :held:
    aber nur mit entsprechenden Vorbereitungen, um wenigstens den Hauch einer Überlebenschance zu haben.


    Da der Frank als Züchter dieser bösartigen Viren möglicherweise als einziger Mensch auf der Welt im Besitz eines geeigneten Gegenmittels ist, war es immens wichtig, ihn bei bei einem eventuellen Ausbruch der Krankheit sofort in erreichbarer Nähe zu haben. Das erreichte ich wohl am leichtesten dadurch, dass ich mich bei ihm zu einem Kurs anmeldete.


    Ursprünglich wollte ich trotz des bedrohlich klingenden Namens mein Glück gegen ein Nightmare versuchen. Gerade noch rechtzeitig vor dem Termin las ich aber in einem anderen Fred (mein Board wackelt) dass selbst einer, der zwei Gewichtsklassen über mir kämpft, gegen einen älteren Vertreter dieses Albtraum-Clans nahezu chancenlos war.


    Des Virenzüchters Kommentar dazu (siehe Seite 4 des Freds):


    "er kriegt es nicht gedrückt die halbe Portion! Es ist wohl mal für einen richtigen Kerl gebaut worden! ( so einen richtigen meine ich, mit Haaren am Arsch und Eiern dick wie Kirchenglocken!)"

    Ja, da war es wohl besser, die Wahl meines Kursboards demjenigen zu überlassen, der besser weiß als ich, für welche Sorte von Kerlen die Dinger gebaut sind :D


    Die letzten Jahre fuhr ich ausschließlich einen kurzen (156 cm), stark taillierten (7,9 m) und recht weichen Silberpfeil :boarden2:. Wie sollte ich da jemals mit einem Richtigekerleboard :boarden: zurechtkommen?


    Damit der Test auf der CM nicht ganz so sehr ein Sprung ins Ungewisse wird, habe ich mich zur Vorbereitung einen halben Tag auf einen Speedster RS (167 cm, 14 m) gestellt. Ich wurde vom Besitzer noch gewarnt, dass dieses Raceboard praktisch nur geradeaus fährt und die ersten Fahrversuche auf einer leeren und mindestens 50 m breiten Piste gemacht werden sollten.


    Recht hat er gehabt: Immer wenn ich mich damit mutig in die Kurve legte, hat zwar das Legen funktioniert, nicht aber die Kurve. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass die Geschwindigkeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Zwar barg die Heizungstechnik die Gefahr von Kollateralschäden unter den in der Schusslinie stehenden Frittenfahrern, aber kleinere Opfer mussten eben in Kauf genommen werden, wollte ich bei meiner ersten Virusfahrt nicht wie der letzte Depp dastehen.


    Von Selbstzweifeln zernagt, bin ich dann nach Sölden gefahren, um dort gleich den nächsten Schock zu erleben: Am Freitagmorgen, als ich mich mit dem Speedster für den bevorstehenden Kurs warmfahren wollte, sah ich von der Gondel aus nicht weniger als sechs Virusfahrer :boarden: :boarden: :boarden: :boarden: :boarden: :boarden: , die sich direkt hintereinander fast kopfüber die steile Piste 31 herabstürzten. Wow, die hatten es wirklich drauf :doppel_daumen:. Da ich aber zu diesem Zeitpunkt keine anderen Virusfahrer sah, musste ich davon ausgehen, dass dies der einzig mögliche Fahrstil auf diesen Brettern ist :angst:



    So viel zur Vorgeschichte. Ihr wisst jetzt, mit welchen Ängsten und Sorgen ich in meine erste CM startete ;) und fragt euch sicher schon, wann denn der Virustest endlich losgeht.

  • Die Antwort auf diese Frage findet ihr hier —> JETZT!!!



    Als ich mich am Virus-Stand vorgestellt habe, hat mich der Frank von Kopf bis Fuß gemustert, die o. g. Kriterien für einen "richtigen Kerl" aber zum Glück nicht überprüft.


    Schließlich überreichte er mir einen Lightning II Team Edition in weiß-blau als das für mich geeignetste Board.


    Vor dem eigentlichen Kurs fuhr ich mit dem Lightning eine Runde zur Probe, um im Zweifelsfall vorher noch das Board wechseln oder schlimmstenfalls die Kursteilnahme komplett absagen zu können :)


    Schon auf dem ersten Stück der Abfahrt war ich beeindruckt: Das Board griff auf der stellenweise noch leicht vereisten Piste perfekt, obwohl ich es zum Einfahren noch nicht einmal arg aufgekantet hatte. Der Speedster kurz zuvor griff auch, aber während sich dieser eher in das Eis hineingesägt hat, war es beim Lightning nur ein dezentes Schneiden, nicht einmal besonders tief, dafür aber gefühlt gleichmäßig über die gesamte Boardlänge, was in Summe mindestens den gleichen Halt bot. Als begleitendes Geräusch nahm ich nur ein angenehmes Surren wahr. Mit etwas mehr Mut, Tempo und Tritt auf die Kante wurde das Verhalten des Boards erwartungsgemäß noch besser :thump:


    In meiner bisherigen Boarder-Kariere mied ich eisige Pisten wie der Teufel das Weihwasser. Jetzt empfand ich zum ersten Mal sogar eine gewisse Freude beim Durchschneiden der harten Piste. Es geht mit entsprechendem fahrerischen Können sicher noch deutlich besser, aber ein Anfang war imerhin gemacht.


    Auch sonst fuhr sich das Board sehr angenehm, obwohl ja noch nicht einmal eine halbe Portion darauf stand. Diese guten Erfahrungen bestätigten sich auch während des eigentlichen Kurses, bei dem ich nach und nach immer mehr Schräglage (und damit Spaß) in den Turns gewinnen konnte.


    Selbst kleinere Fahrfehler hat das Board fast automatisch korrigiert, was allerdings auch dazu verleitete, unkonzentriert zu fahren. Das führte bei mir einmal dazu, dass ich mich unbeabsichtigt und urplötzlich etliche Meter switch fahrend im Pisten-Aus wiederfand. Da ich generell kein Vertrauen in das Rückwärtsfahrverhalten von Alpinboards habe, schon gar nicht außerhalb der präparierten Piste, habe ich mich sichheitshalber zu Boden geschmissen. Notwendig wäre dies aber wahrscheinlich nicht gewesen, da das relativ stark aufgebogene Tail des Lightning sicher auch noch die paar Meter zurück auf die Piste geschafft hätte, ohne sich einzugraben. Ich kann mir gut vorstellen, dass mit dem Brett auch ein paar Pistentricks möglich sind, die ich ich mir aber für ein anderes Mal aufgehoben habe.


    Die Geschwindigkeit, ab der die Knie beginnen, weich zu werden, liegt beim Lightning gefühlt noch etwas höher als beim Speedster, obwohl dieser auch schon wesentlich schneller rennt als der kurze Silberpfeil.


    Am nächsten Tag nahm sich Frank noch einmal die Zeit, mit ein paar interessierten Kursteilnehmen (mich eingeschlossen) ein paar Runden zu drehen. Der Tommy (So heißt doch der Kollege von Frank? Wenn nicht, korrigiert mich bitte!) fragte mich, ob ich mal ein anderes Board ausprobieren möchte. Er hätte da schon die allerneueste Board-Generation aus der nächsten Saison, ein Psychedelic II in Evolution-III-Technologie mit 171 cm Länge, das die Lücke zwischen dem Nightmare (166 cm) und dem Black Death (176 cm) schließen soll. Da man bei diesem Board das Carbon von außen sehen konnte und mir der gerade gefahrene Lightning weder zu lang noch zu schmal vorkam, habe ich mir dieses Psychedelic sofort geschnappt.


    Kurz zusammengefasst, fährt sich das Psychedelic praktisch genauso leicht wie der Lightning, aber noch etwas laufruhiger, stabiler und vielleicht auch schneller. Ob das an der 5 cm längeren Kante, der geringeren Breite, dem Evo III, einem anderen Shape oder Flexverhalten liegt, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall machte sich die größere Länge in keiner Weise negativ bemerkbar.


    Netterweise durfte ich mit beiden Testboards auch nach den jeweiligen Kursen noch weiterfahren. Ich konnte bei beiden auch während der längeren Testfahrten keine für mich relevanten Schwächen erkennen. Insbesondere das Psychedelic fühlte sich sogar mit jedem zurückgelegten Kilometer noch besser an :doppel_daumen:


    Am Sonntag habe ich auch mit ein paar Boards der Wettbewerber noch sehr viel Spaß gehabt, als sich die CM 13 so langsam ihrem Ende zuneigte. Da ich den Montag für mich noch als optionale Winterverlängerung eingeplant hatte, stellte sich die Frage, auf welchem Board ich nach der Abreise der Hersteller samt ihrer Testboards die verbleibende Zeit verbringen wollte :denkdenk:


    Die voraussichtlich leeren Pisten am Montag verlangten nach etwas Rasanterem als dem Silberpfeil. Die Entscheidung hatte also unter den beiden anderen mitgebrachten Boards (Speedster und Impact) und einem Spontankauf eines der getesteten Boards zu erfolgen.


    Und ehe ich mich versah, war ich stolzer Besitzer eines praktisch neuwertigen PD-II-Evo-III-Testboards in carbon-schwarz mit grünem Schriftzug und der Seriennummer 171 14 001 (man beachte die letzten drei Ziffern :tounge: )


    Ich :freu: bin natürlich sofort noch einmal draufgestiegen und habe noch ein paar Fahrten auf dem Gletscher absolviert :boarden: . Irgendwann spürte ich dabei nicht einmal mehr meine kaputten Füße und Oberschenkel, und mein neues Board schwebte fast ohne Bodenberührung über die Hügel des zerfahrenen Nachmittagsschnees ^^


    Erst in der Gondel kam ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und dachte:


    Mist :wacko:, bin ich jetzt nach allen positiven Erfahrungen während der letzten Tage doch noch einem dieser unheilvollen Machwerke aus Franks verwunschenem Geheimlabor zum Opfer gefallen?


    Ist der Holzkern des Boards womöglich mit irgendwelchen Drogen getränkt, die bei Bewegung langsam ausströmen und den Fahrer in einen unkontrollierbaren euphorischen Bewusstseinszustand versetzen? ?(


    Ist das der wahre Grund, weswegen Frank so gut wie gar nichts über das Innenleben seiner Bretter an die Öffentlichkeit gelangen lässt? ?(


    Hmm, wie war noch einmal der Name des Boards?


    (Siehe Attachment am Ende des Posts)


    [Blocked Image: http://frozen-backside.de/wbb313/index.php?page=Attachment&attachmentID=7145&h=0b812f711a7f54995b912f6ac889321140288e66]


    Ja, jetzt fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den verschwommenen Augen :idea:


    Da war dann der Nachmittag aber auch schon fast herum, und ich begab mich wieder Richtung heimwärts.


    Das Board ist inzwischen eingemottet und ich selbst bis zum nächsten Winter erst einmal auf Entziehungskur, so dass Franks Psychodelika hoffentlich keine bleibenden gesundheitlichen Schäden hinterlassen ;)


    Aber ich kann es kaum erwarten, nächsten Winter das Board wieder unter den Füßen zu spüren und mit frischer Kraft da weiterzumachen, wo ich vor knapp zwei Wochen aufgehört habe
    :freu: :boarden: :freu:


    Eine Frage von der Edith an die Forenbetreiber: Kann man eigentlich attachte Bilder auch mitten in den Text einfügen? Mein Versuch mit img-Tags (s. o.) hat irgendwie keine Früchte getragen, obwohl das Bild in der Vorschau an der entsprechenden Stelle richtig angezeigt wurde.

  • Schöner Bericht, war lustig zu lesen. Hab viel Spaß mit dem neuen Spielzeug.


    Was mich an den Viren total nervt, ist die Große Suchtgefahr und das Verlangen nach mehr als nur einem Brett....und der Drang jedes Jahr ein neues haben zu wollen, da dem Hexenmeister wohl nie die Ideen ausgehen.


    Eine Lösung wäre vielleicht ein Brettleasing.....

  • Was mich an den Viren total nervt, ist die Große Suchtgefahr und das Verlangen nach mehr als nur einem Brett....und der Drang jedes Jahr ein neues haben zu wollen, da dem Hexenmeister wohl nie die Ideen ausgehen.


    Ist das nur bei Virus so? Auch die Wettbewerber haben doch eine ganz gute Auswahl an Brettern, von denen man auch gerne einmal noch ein zweites, drittes oder viertes mögen wollen könnte, oder?



    Eine Lösung wäre vielleicht ein Brettleasing.....


    Ja, vielleicht so eine Art Abo: Man zahlt einen jährlichen Betrag für n Boards und kann dann einmal (oder gegen einen kleinen Aufpreis auch mehrmals) je Saison jedes davon gegen ein beliebiges anderes tauschen.

  • Ich würde 1 Brett für 12 -24 Monate leasen :thumbsup:


    Die Suchtgefahr gilt natürlich auch für andere Bretter, ich habs lediglich auf deinen Beitrag bezogen....