Test Virus Interceptor 173 Proto

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  • Kauft man sich eine Autozeitschrift, muss man sich schon manchmal fragen, wer sind diese Glückspilze, die geile Schlitten testen dürfen und dafür noch Geld bekommen. Auf diese Frage kann ich jetzt keine Antwort geben. Aber ich kann sagen wie die sich fühlen. Am letzten Wochenende hatte ich bei sehr unterschiedlichen Bedingungen die Gelegenheit als erster den neuen Virus INTERCEPTOR 173 aus der kommenden Hellfire Serie zu testen…so muss das auch sein wenn man einen neuen Porsche fährt. Frank rief mich an und meinte nur, er hätte da was neues – das sollte mal gefahren werden. Diesen Gefallen schlägt man natürlich nicht aus.


    So kam es am Freitag Abend zu einer Übergabe und beim Bindung auf schrauben, habe ich mich gefragt: Was kann das? Sieht nicht wirklich anders aus, als all die anderen Boards....Das ist keine Überraschnug! :denkdenk:


    Ein Brett mit 173 Länge, 17cm Breite….das gibt’s doch schon. Wo ist also das neue, die Überraschung?


    Frank murmelte beim Überreichen des Boards nur was von „Black Death auf neuen Stand gebracht“ und sowas in der Art. Vorspannung ist wie bei den aktuellen Brettern nicht großartig, Härte erscheint beim Biegen moderat. Was auffällt ist die neue Nose…viel weiter zusammen gezogen…was das bedeutet zeigte sich am kommenden Tag.


    Samstag:
    Es schneit! UND WIE! Na super…so kann man nix testen….also sehr entspannt hoch gefahren. Aufgrund der -10 Grad waren die 20cm sau fluffig, drunter: HART! 8o


    Die erste Abfahrt etwas driftend angegangen und dabei versuchend herauszufinden, wie das Brett reagiert. Naja, nix besonderes….WO IST ALSO DIESE ÜBERRASCHUNG?
    Nach 3 Abfahrten stellte ich ein Lächeln innerlich fest – das Brett ging durch allen Schnee durch wie nix…die neue Nose?


    Da sich inzwischen zu viele 5Teiler am Giggi auf die Füße treten und ich immer noch die Hoffnung hatte, am Gletscher könnte Sonne scheinen, setzte ich mich in den GletscherExpress, fuhr gleich auf den Tiefenbach rüber. Sicht: NULL! Aber jetzt wird es interessant.
    Das Brett zog in langen Turns so stabil durch den Fluff, Sicht überflüssig, das ich mir das wirkliche Grinsen nicht mehr verkneifen konnte….immer und immer wieder High-Speed Turns, nur aus Schulter und Knien. Das Brett ist unglaublich laufruhig. Normalerweise ödet mich der Tiefenbach ja nur ab, aber wenn man grinsend in 2 Minuten unten ist, ist das auch ein Spaß!


    Und dann: Sonne…. Mit einem Schlag reisst es auf! Die Buckel werden sichtbar und ich fange an, mir die harten Stellen zu suchen – schließlich soll ich testen. Das Brett greift ohne Ende und ich habe nicht mehr das Gefühl, das es in irgendeiner Form zu hart ist. Mit genügend Druck geht das Ding richtig eng in den Turn. Geiles Ding! Ich grinse immer öfter.
    Je später es wird, umso mehr Vertrauen bekomme ich, ich lasse die Kiste richtig fliegen und das Brett ist bei jeder Geschwindigkeit extrem stabil, lässt sich quirlig in alle Richtungen mit nur ganz kleinen Impulsen lenken. Das fühlt sich fast wie mein Nightmare an!! Nur das EXTREME Schnalzen fehlt, was vermutlich beim Nightmare aus dem Slayer Aufbau kommt.


    Kurz vor 3 Uhr beschließe ich dann noch auf den Rettenbach zu fahren und zu versuchen die dort nun gigantischen Hügel zu nehmen. …. Und dann ist sie da, die Überraschung: Das Brett geht einfach nur so durch! Ich kann wirklich enge Turns knallen und nur, wenn ich es wirklich provoziere, merke ich, wie das Brett an seine Grenzen kommt. In einem 2ten Run versuche ich heraus zu finden, woran das liegt: Breite? Aufbau?


    Keine Ahnung, aber als ich 15:55 durch das Rettenbachtal hetze um den letzten Lift zu bekommen, brennen mir die Beine und ich bin mir sicher, ich muss am Sonntag noch mehr testen. :supi:


    Sonntag:
    Ich stehe um 6Uhr morgens im Bett, sternenklarer Himmel, -15Grad! Heldenwetter….um 7:50Uhr am Giggi sind es noch -12 Grad und die Sonne färbt die Gipfel in ein sattes Orange!


    *STRIKE* :victory::clap::strike:


    Die erste Gondel ist die meine und nach einer guten ersten Stunde – als die ersten Schnarchnasen oben am Giggi erscheinen – habe ich schon 5 oder 6 saubere, super dünne Lines in die frische Piste gezogen, die Beine brennen. Erkenntnis: Das Brett lässt sich sau-eng ziehen und drücken, ist dabei nicht aggressiv, poppt aber auch nur minimal. Überreizen wird mit wegdriften bestraft - hier merkt man die Entwicklung der Bretter von Frank. Früher wurde man abgeworfen, die neuen Bretter sind schon fast devot und wollen richtig getreten werden. Hammer!
    :doppel_daumen:


    An vielen Stellen ist die Piste noch sehr weich – mit etwas mehr Gewicht hinten geht aber auch hier das Brett durch und bleibt super laufruhig. Test 1 für mich des Tages: bestanden!


    Am Gletscher lasse ich es laufen und ziehe über den Rettenbach mehrmals nach unten – endlich eine harte Piste. Nun merke ich wirklich den Unterschied des Brettes zum Slayer Nightmare. Der Grip geht eher mal weg, es ist kein aggressiver Kantenwechsel und Entlastung zu spüren, eher alles unkompliziert, agil, einfach angenehm! Test 2: weitgehend bestanden!


    Um nicht immer die selbe Piste zu fahren fange ich an, Kühlschrank und Verbindungslift zu bollern – jeder Hügel, der nur irgendwie da ist, wird zum Abspringen genutzt. Jetzt kommt das Brett in die Luft und schnalzt hoch – na also, geht doch :rolleyes: Immer mehr bin ich in der Luft, lande aber auch immer mal wieder etwas unsanft….aber geiles Ding! Test 4: Bingo!


    Irgendwann gegen halb 3 ist der Saft – ohne Pause zu heizen – raus und ich falle in den Cruizer Mode zurück. Das Brett wechselt flott die Kanten, der Shape ist extrem drehfreudig, ohne das ich mich groß anstrengen muss. Locker kann ich die letzte Stunde „Soul-Cruizen“ und hab richtig Spaß dabei. Test 5: Bestanden!

    Mit einer der letzten Lifte schipper ich ans Giggi hoch, bin total platt und versuche für mich ein Fazit zu ziehen:
    :laber:


    Obwohl ich der Meinung war, mich kann von Frank nicht wirklich was überraschen, hat es mich überrascht! Das ist geil und ich grinse immer noch!! Was hat mich überrascht? Nichts spezielles – sondern einfach das ganze Packet, der Gesamteindruck!! Das Brett ist einfach zu fahren, dreht schnell, ist super agil, perfekt auch für weichere Pisten und Buckel…also es lässt sich immer schön fahren, egal ob schnell, oder eng! Ein echter Top-Allrounder!


    ….da gehen mir wieder die Worte von Frank durch den Kopf: „….bla bla bla….bla blub bla…Black Death auf den neuen Stand….bla bla bla….“ ……ist auch egal, es funktioniert und ist für mich die geile Allzweckwaffe…..und ich gestehe, ich habe kurz überlegt: Gebe ich mein neues Nightmare ab?? Aber das Plus an Aggressivität bei diesem ist es mir Wert, ein paar Nachteile in Kauf zu nehmen. Ich hoffe aber, die Nose wird den Einzug in viele Baords bekommen….


    Ein Träumchen, ein geiles WE, ein tolles neues Board!! :sun:


    Und falls es mir jemand übel nehmen sollte, es ist meine Meinung zu dem Brett – wer das nicht gut findet: Fahrt es selber!!! :clown::angst:

  • Solche präzisen und unterhaltend geschriebenen Berichte habe ich vermisst....
    Danke dafür Low. :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

  • Interessant. Bei Draufsicht sieht es fast ein wenig aus wie die klassischen Modelle. In der Seitenansicht kann man aber einen recht starken Rocker erkennen. Kommt mir fast stärker vor als bei den jetzigen Modellen (BD, Gladi, Lightning etc). Wahrscheinlich kommt das gutmütige Verhalten daher. Dazu sieht mir die Taillierung recht kräftig aus. Siebzehn cm Breite liest sich auch Interessant.


    Mein Wunsch an Frank: Pack nochmal 2cm Breite drauf - evtl als Option. Das könnte "das" Schlechtwetter- Allroundbrett werden.

    Say good night to the bad guy!

    The post was edited 1 time, last by Pogokoenig ().

  • Ist das Interceptor 173 mit 17cm Breite nicht eher einem Gladiator auf nen neue Stand gebracht ?


    das Black death hat in der mitte 15.1 cm breite, also 2 cm weniger.

  • :thump: :thump: Made my day. Fahr am Samstag nach Mayrhofen, nach dem Bericht hab ich erst recht Bock drauf. :thump: :thump:

    Was ist schlimmer- Unwissenheit oder Gleichgültigkeit ? Keine Ahnung, mir doch egal!!! :what:

  • Ne, den Gladi hatte ich anderer Erinnerung.


    Wie gesagt, ich empfand es als ein wirklich sehr dynamisches, quirliges Bett mit perfekten Allround Eigenschaften, one dabei in Einzeldisziplinen besonders hervor zu stechen. Und grade dieses Ausgewogene war für mich das Geile am Brett! 8o:rolleyes::D:thumbsup:

    "Carven ist immer extrem, ists nicht extrem, ist´s nicht gecarved. Und Punkt."

  • quirliges Bett

    :?:
    Braucht man(n) dafür nicht die hier :anna::?:

    God has invented snow, water and wind! :freu: Thanks a lot :thumbsup:

  • @ Pogokönig, wir sind gerade dabei für die Amerikaner eine 19 cm Serie aufzulegen.... da sollte was dabei sein!

    VIRUS - fast and furious since 1987!

  • Ne, den Gladi hatte ich anderer Erinnerung.


    Wie gesagt, ich empfand es als ein wirklich sehr dynamisches, quirliges Bett mit perfekten Allround Eigenschaften, one dabei in Einzeldisziplinen besonders hervor zu stechen. Und grade dieses Ausgewogene war für mich das Geile am Brett! 8o:rolleyes::D:thumbsup:


    Lothar schön geschrieben, Spass zu lesen. Kannst du etwas sagen über Unterschied Interceptor versus BD (slayer). Oder ist dies Apfel und Birnen vergleichen?


    Cheers.

  • Gute Frage - der Slayer Aufbau macht das ganze Brett natürlich von Charakter her ganz anders, viel Reaktiver.


    Aber ich würde behaupten, das Interceptor ist das bessere Black Death! Aber das ist natürlich ein subjektiver Eindruck! :whistling:
    Ich finde die Kombination der Vorteile ist der Hammer und sollte es eine Slayer Version geben...ab besten in Ratz-Optik....naja....dann werd ich sicher auf mein Konto gucken und berichten! ;(

    "Carven ist immer extrem, ists nicht extrem, ist´s nicht gecarved. Und Punkt."

  • @ Pogokönig, wir sind gerade dabei für die Amerikaner eine 19 cm Serie aufzulegen.... da sollte was dabei sein!

    Will ich fahren! Ist sowas schon fertig als Proto? Oder evtl bis Reschen? Wenn das nen kleinen Tailkick hat und 19cm breite, wäre es genau das, was ich keinesfalls brauche, aber trotzdem kaufen würde, weil ich es vermutlich doch dringend brauche.

    Say good night to the bad guy!

  • @ Pogokönig, wir sind gerade dabei für die Amerikaner eine 19 cm Serie aufzulegen.... da sollte was dabei sein!

    Das hört sich echt interessant an... (dann evtl. eher in Richtung Gladiator?)


    @ Frank: Würde der3D-/ Slayer-Aufbau hier was "verbessern" oder würde dadurch eher ein komplett "anderes" Brett rauskommen?
    (Wenn dieser Aufbau dein Haupt-Ziel gewesen wäre, hättest du´s ja bestimmt schon beim Proto verbaut, oder? :-? )


    McFussel : Danke für Bericht und das Schreiben! :thump:


    Auch wenn ich es im Gegensatz zum :pg: FAHREN und nicht nur von Rotlicht-Kneipe zu Rotlicht-Kneipe schleifen würde...

    Was ist das wichtigste, das ein Eskimo-Vater seinem Kind beibringt? DON`T EAT YELLOW SNOW!!!
    --------------------
    Männer und Frauen schauen übrigens aus vollkommen unterschiedlichen Gründen Filme, bei denen man Taschentücher braucht!

  • Zuschauerbericht:


    Der Fahrer
    des Proto kann ja sowas von gar nichts. :duck&weg:
    Muss wieder mal das Brett alles machen, :doppel_daumen:


    Die Eigenschaften hat er ja schon am Anfang beschrieben, das spar ich mir mal, hab es heut immer wieder gehört genialer Allrounder usw.
    Da ich Fussel kenne würde ich sagen
    für ihn etwas härter und mehr Pop (Rückstellkraft) dann fährt er 25 Std. am Tag damit. Und träumt Nachts noch davon. ;)

    Fahrt sich echt spielerisch, zieht sauber durch.
    Kann einen richtig engen Radius fahren und ist voll Buckel tauglich.
    Piste 15 Uhr voll zerbombt - Fahrer: Grinsen im Gesicht, was soll man da noch sagen.


    Ach ja,
    jede Menge verdrehte Hälse entlang der Piste,
    bevor sie sich erhohlt hatten waren wir schon wieder weg.


    Eine echte Empfehlung, gerade an die Damen.


    Gruß Mario

    Carve - eat - sleep - repeat

  • Nachtrag:
    Harte griffige Kunst-Schneepiste - teilweise Eisplatten.
    Mein Hausberg - Golm im Montafon



    Nach dem ich das Brett gefahren bin,
    hat sich mein Eindruck nur bestätigt.


    Angenehm zu fahrendes Brett,
    kann unheimlich viel - fordert aber nichts ein.


    Kannst du treten und hetzen
    oder ganz entspannt auf die Kante stellen - ganz wie du willst.
    Richtig gepuscht "poppt" es dich aus der Kurve. :D


    Schiebt im Grenzbereich ganz soft über die Nase
    und fängt sich auch genau so sanft wieder ein.
    90% der Besitzer werden kaum mal in den Bereich kommen - schon gar nicht mit Absicht. :rolleyes:
    10% kaufen sich ein radikaleres Spielzeug.


    Verdrehte Hälse und zertreten Heldengefühle gab es natürlich auch.
    McFussel: Irgendwie tun mir die Softboot-Truppe doch leid.
    :engelteufel:


    Meine Empfehlung ---> testen.


    Gruß Mario


    Edit für den König:
    das Tail ist etwas mehr nach oben gezogen - aber man erkennt noch wo vorne ist. :duck&weg:

    Carve - eat - sleep - repeat

    The post was edited 1 time, last by Monti ().

  • Bins in Reschen am ersten Tag gefahrenen .
    Mein Eindruck deckt sich mit dem von Lothar und Monti. Du denkst "enge Kurve " das BOard machts . Bei weiten Highspeedturns ists genauso.

    Was mich noch beieindruckt hat :
    1.) Im Lowspeedbereich kannst DU bei mittelsteilen Hängen immer noch mühelos ablegen und löst dich genauso mühelos wieder aus der Schräglage.
    2.) Die Talabfahrt in SChöneben macht riesen Spass , wenn man einfach ohne zusätzliche SChlenker die KUrven fähr , die halt da sind. Mit meinen eigenen Boards muss ich öfter mal abbrechen , zB wenn irgendwas oder irgendwer im Weg steht- vorzugsweise in KUrven. Mit dem Inerceptor sah das völlig andsers aus . Kurz richtig brutal die Kante reinhauen andriften , neue Linie suchen und weiter geht's , fast ohne Speed zu verlieren.
    Die Gründe , warum ich bei BD und Nightmare bleibe , sind die selben , wie bei Lo.

    :megafon:Wenn Du Buddha siehst , bring ihn umt (Zitat Buddha :thumbsup:)

    Liebe Grüße an Alle von: "Der im Dunkeln tappt" :evil:

    The post was edited 1 time, last by Newton ().

  • Der Dietzel baut doch schon n Slayer....

    "Carven ist immer extrem, ists nicht extrem, ist´s nicht gecarved. Und Punkt."

  • Bin den 19cm breiten letzten Freitag in Reschen gefahren. Fast den ganzen Tag. Hatte erstmal auf dem Gladiator angefangen, da ich bei Neuschnee dringend auf den Berg musste. Ca halb elf bin ich auf den Interceptor gestiegen.


    Erster Eindruck: Das Board ist leicht. Sehr leicht. Und so fährt es sich auch. Bei den zerbombten und wechselnden Bedingungen aus Pulverschnee, Pappschnee, Buckeln, Eisplatten kann man schon mal ins Grübeln kommen, welches Board nun das richtige ist. Seien wir mal ehrlich! Viele kennen das: Hast Du nur ein Board im Kofferraum, hast Du immer das richtige dabei. Geht ja gar nicht anders. Hast Du allerdings zwei Boards dabei, hast Du immer das falsche am Fuss. Und wenn ich nochmal ehrlich bin. Viele Leute habe ich an diesem Tag nicht auf der Piste gesehen. Schnee zu weich, Wetter zu schlecht, Angst vorm Könich, wasweißich.


    Fakt ist, der Interceptor macht aus solchen Bedingungen eine Spielwiese. Kurven zirkeln? Check. Gas Geben? Check! Buckel hüpfen? Check! Powder? Check! Ziehwege ballern? Check!


    Die Breite von 19cm scheint mir genau perfekt zu sein für dieses Boardkonzept. Ich kann mich an einige frühere Diskussionen erinnern, wo der Ruf nach einem ordentlichen klassischen Freecarver laut wurde. Diese Boards waren quasi ausgestorben. Es gibt ohne Ende Freerider, saucoole Freestyleplanken, es gibt wahnsinnig radikale Boards. Höher, schneller, weiter! Kein Wunder stirbt so ein Sport fast aus und damit meine ich den Snowboardsport insgesamt. Für jemanden, der einfach nur Spaß auf der Piste haben will, gibt es nicht mehr so viel. Jörg hat das erkannt und hat das two und das Bastard entwickelt. Bei den Custom Herstellern sah es hier in Europa aber eher mau aus. Virus geht da aus meiner Sicht einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. Es gab vor ein paar Jahren das Vampire, dann das Scalpel und jetzt gibt es den Interceptor. Der Interceptor ist ähnlich gutmütig wie diese Bretter aber bei weitem lebendiger. Die Radien schienen mir eher kurz ausgelegt, fast schon oldschool. Aber kombiniert mit einer neuen Nosegeometrie kommt da eben keine klassische Giftkiste raus, sondern ein Brett, das enorm viel Sicherheit, Stabilität und vor allen Dingen ne mächtige Portion Spaß vermittelt.


    Auf Hardpack konnte ich es nicht testen. Da ging mir dann doch nix über meinen Gladiator. Ob man es leicht an seine Grenzen bringen kann, weiß ich auch nicht. Es gibt sicher bessere Spezialisten für bestimmte Einsatzgebiete. Wenn man mir aber nur ein Board mit auf ne einsame Insel geben würde, dann würde ich vermutlich bei Virus anfragen, ob sie mir eine nackte Frau auf einen Interceptor malen können.


    Ich behaupte ganz frech: Jeder, der den klassischen alpinen Snowboardsport liebt, wird auch dieses Brett lieben.

    Say good night to the bad guy!

  • Frage an den Hersteller: Wird es das auch in anderen Längen geben? Ich könnte mir den in 165cm ganz gut vorstelllen.

    Say good night to the bad guy!