Erfahrungsbericht Handschuhe mit Sikaflex bearbeiten

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  • Hallo alle zusammen,


    meine Vorbereitungen für den Winter gehen auch wieder los und ich habe nun meine Handschuhe mit Sikaflex bearbeitet. Das hat recht gut geklappt daher hier ein Erfahrungsbericht um Neuen eventuell eine aktuelle Anlaufstelle zu geben.


    Vorbereitung:


    Sikaflex 252 und Aceton zum verdünnen.
    Ich habe Schutzhandschue +Schutzbrille+Atemschutz verwendet. Bei dem Acton ist das auch recht sinnvoll, selbst an der frischen Luft.


    Eine Maurerschale hat sich sehr gut zum verdünnen gemacht. Zum Auftragen und verdünnen habe ich einen Pinsel verwendet.
    Natürlich sollte man das nur an der frischen Luft machen und alles mit ausreichend Zeitungspapier auslegen.


    Verdünnen:
    Meist sagt einem keiner, wie stark man Verdünnen soll. Meine bescheidene Erfahrung hat ergeben, dass man mit der Verdünnung nicht sparen brauch. Man kann viel zu viel Verdünnung benutzen aber zu viel gibt es quasi nicht. Das Sika in dem Aceton aufzulösen hat sich am besten gemacht wenn man den Boden der Schale schon mit Aceton bedeckt und dann das Sika dort hinein spritzt. Mit dem Pinsel kann dann ganz gut das Sikaflex zerdrücken(Tupfbewegungen) und so besser lösen.


    Verarbeitung:


    Abgeklebt habe ich die Handschuhe nicht. Durch den Pinsel konnte man aber doch recht präzise arbeiten. An der linken Hand hatte ich immer den Handschuh und mit der rechten habe ich das Sika aufgetragen. Ich habe immer zwischen Auftragen und Anmischen gewechselt und auch die Handschuhe immer wieder gewechselt. So konnten sie zwischendurch schon etwas trocknen.


    Die ganze Aktion hat ungefähr eine 1h 30 min gedauert. Es ging also recht schnell.


    Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden aber es gibt ein paar Sachen die man besser machen kann:


    Nehmt eine Spritzkartusche/pistole aus Metall. Ich hatte eine aus Plastik, die war zu schwach. Es haben sich immer die Gewinde rausgedrückt.
    Die gesamte Skiamasse für einen Handschuh am besten gleich von Anfang an verdünnen und nicht immer wieder wechseln, dadurch kann man glatter auftragen. Hier muss ich auch nochmal mit den Pinsel wechseln. Eventuell bekommt man mit feineren Borsten auch eine glattere Oberfläche hin.


    Durch das Vortrocknen war ein Glattstreichen mit Spühlwasser nicht mehr möglich, daher sollte alles auf einmal angerührt werden.


    Nach 1 bis 2 Tagen waren die Handschuhe schon so gut wie Trocken nach 2 Wochen sind sie nun restlos ausgehärtet. Das Sikaflex hält sehr gut und es sieht auch recht vernünftig aus (siehe Bild).


    Insgesamt habe ich ca. 3/4 der Kartusche verbraucht. Ob das viel ist weiß ich nicht.


    Der Winter naht,


    Max

  • Insgesamt habe ich ca. 3/4 der Kartusche verbraucht. Ob das viel ist weiß ich nicht.

    Kommt mir für ein Paar Handschuhe viel vor. Hast du auch die Oberseiten der Handschuhe eingestrichen? Die lass ich frei, dann trocknen sie besser. Es hat natürlich nicht jeder so einen Handschweiß (äh... Angstschweiß) wie ich...


    Das Resultat sieht jedenfalls gut aus. Ich persönlich ziehe allerdings das billigere (wenn auch nicht ganz so feste) Sika 221 vor, da das einfacher zu verarbeiten ist (kein Verdünnen mit Aceton nötig).

  • Plastic Pistole reicht auch. Tipp: leg das Sika Cartouche bevorher in warmes Wasser, dann lauft es ganz einfach :thumbsup:

  • die Beschreibung ist nicht übel...


    ich bevorzuge aber auch das Sika 221. Erste Runde verdünnt mit Pinsel auftragen.
    Danach gehe ich dann zum Spachtel über - unverdünnt.
    Sika kommt bei mir nur auf die belasteten Stellen, alles andere bleibt ohne. Von daher habe ich jetzt noch eine 3/4 Kartusche übrig...
    Und glätten mit Spüli wird vollkommen überbewertet...

    :denkdenk: ... Shut up... and carve!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Long Tall Lollo ()

  • Ich glaub ich hab's schon ein paarmal geschrieben:


    Sika einfach auf die Handschuhe drauf und mit einer Spachtel verstreichen hält genauso, ohne den ganzen Aufwand mit dem Verdünnen.


    Welche Handschuhe man dabei nimmt ist völlig egal

  • Meine Rede!
    Und Glätten ist aus zwei Gründen überflüssig:
    Erstens erledigt das die Piste automatisch.
    Zweitens sieht's eindrucksvoller aus, wenn ein paar Fetzen weghängen. 8)

  • Erlich gesagt, kann ich es mir ohne verduennen kaum vorstellen. Der Tipp mit dem Erwaehrmen ist sehr gut, probiere ich beim naechsten mal aus. Eventuell kann man es dann auch unverduennt verarbeiten.

  • Unverdünnt geht auch gut, eine Hand in den Handschuh, andere verstreicht. Geht alles :-) Gesendet von meinem GT-I9505 mit Tapatalk

    "Carven ist immer extrem, ists nicht extrem, ist´s nicht gecarved. Und Punkt."

  • Erlich gesagt, kann ich es mir ohne verduennen kaum vorstellen.

    Hier zum Vergleich nochmal meine Fotoanleitung mit Sika 221 ohne Verdünnen:


    http://www.frozen-backside.de/wbb313/index.php?page=Thread&threadID=5729


    Komisch, bei mir funktioniert der Link nicht. Also hier nochmal zum Adresse kopieren mit Rechtsklick:


    www.frozen-backside.de/wbb313/index.php?page=Thread&threadID=5729


    Das Glätten werd ich mir nächstes Mal wie gesagt sparen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 12 Mal editiert, zuletzt von christian61 ()

  • Ich denke der Unterschied ist, dass ich Sika 252 verwendet habe und du Sika 221 und dies sich besser direkt verwenden lässt.


    Deine Anleitung hatte ich auch gelesen, aber da ich verduennt habe, fehlte mir hier im Forum genauere Details, wie man am besten verduennt.

  • Zusätzlich Erfahrungsberichte schaden nie, daher danke dafür. Ist ja alleine schon mal gut zu wissen dass es Unterschiede zwischen 221 und 252 gibt.
    Ich verfolge diese Diskussion hier jedenfalls aufmerksam.

  • vermutlich habe ich´s zwar schon mal irgendwo geschrieben...


    ich habe die erste Schicht bisher immer verdünnt aufgetragen, auch beim 221. Sinn ist, dass ich das Sika bei meinen Gewebe-Handschuhen auch zwischen Kette- und Schussfäden hineinbekomme, um also eine möglichst große Kontaktfläche zwischen Handschuh-Gewebe und Sika zu bekommen.
    Und dann weiter unverdünnt mit dem Spachtel. Beim 221 bekommt man mit einem Kunststoffspachtel bekommt man eine ziemlich glatte Oberfläche hin - von daher wird da bei mir auch nichts mehr geglättet.


    Und natürlich ziehe ich einen Handschuh dabei an und spachtele mit der anderen Hand.
    Dann vorsichtig ausziehen und beispielsweise auf einem Besenstil im Schraubstock eingespannt trocknen lassen.
    Aufpassen muss man nur, dass einem die "Handschuhfinger" nicht zusammenkleben. Ich habe da auch schon mal einen Streifen Teflon-Folie dazwischengeklemmt - die lässt sich nach dem Trocknen einfach abziehen.

  • Jup hast du :), daher hatte ich auch verduennt.


    Ein paar Stellen, die zusammengepappt sind hatte ich auch aber wozu gibt es Cuttermesser :thumbsup:

  • Ich habe die Finger zusammengeklebt, macht den Handschuh etwas steifer, falls doch mal ein eisklumpen auf der Piste rum liegt ;)

    "Um trotz Persönlichkeitsstörung demokratische Entscheidungen treffen zu können, achte ich darauf immer eine ungerade Anzahl von Identitäten zu besitzen!"


    Current: Plasma Competition GS 184-20 :boarden: Virus UFC 173-21 :boarden:
    History: Plasma Competition 190-20, Virus X-Treme-Carver Titanal 176-23 (R.I.P.), Rabanser BX 168-26, Virus WCR wide 170-21, kurz-schmal unknown 157-17, Nitro Attax BX 164-24.5, F2 Speedster RS 183-20 (Bj. 2002) :groehl:

  • Ich weiß nicht so recht... auf der einen Seite dreht sich hier so Vieles um Stile, und auf der anderen soll das Equipment, zumindest die Handschuhe, die Anmutung eines Requisits aus einem Mad-Max-Film haben? Wenigstens aus purer Vorfreude hatte ich da an meine Handschuhe immer etwas mehr Ansprüche und entsprechend Zeit investiert:

    • Gestopft habe ich die Handschuhe mit (oh Gott, hoffentlich gewaschenen) Skisocken und ordinären Wäscheklammern in den Fingern.
    • Die Ränder, auch um die Finger, habe ich mit silbernem Panzertape (oder diesem faserverstärkten Dichtungsband aus dem Baumarkt) abgeklebt. Dann bappen die Finger auch nicht zusammen.
    • Die so präparierten Handschuhe wurden dann auf ein Kunststoffschneidebrett aus der Küche mit dem Tape fixiert.
    • Das Sika 252 habe ich immer mit rund 1/3 Aceton verdünnt.
    • Die zweite Schicht habe ich mit Spülwasser geglättet.


    Ok, das Ergebnis sind sicher weniger mitleidige Blicke in der Gondel von den Stockträgern im Bogner-Anzug.


    Nachdem es die Handschuhe ausserhalb des Sikas doch irgendwann in's Irreparable befördert hat, bin ich auf Fäustlinge umgestiegen und habe Lambert's Tip mit dem Polyglut ausprobiert. Es lässt sich wesentlich leichter verarbeiten, weil sehr dünnflüssig, und ist mit einem Pinsel sehr gut auftragbar. Dafür sollten wiederum eher 4 Schichten aufgetragen werden, mit entsprechenden Trocknungszeiten. Und die Ausgasungen, hui... - ein Fall für's BtMG - hörten erst nach rund 2 Wochen auf. Ergebnis aus den letzten 3 Tagen vergangener Saison: auf der Piste so glatt, dass man fast das Brett weglassen und auf den Fäustlingen weiterfahren könnte. Ok, P-Tex an den Pfoten ist bestimmt noch besser. Und vom Abrieb her ist bis jetzt noch nichts zu sehen, trotz "griffiger" Bully-Spuren am Morgen. Zur Haltbarkeit kann ich wohl erst in der kommenden Saison etwas sagen.


    Ach ja, inzwischen habe ich das dritte Paar Handschuhe, bzw. jetzt Fäustlinge von Cox Swain. Hält genau so warm, trocken und lange wie der Rest an höherpreisigen Marken, mit 25 Euro tut das Ende aber nicht so weh.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von daniel175m ()

  • Ich hab auch die Fäustlinge von Cox Swain, bin damit aber nur ganz selten gefahren, weil das Band um das Handgelenk sehr schmal ist und kaum Stabilität verleiht.


    Hab jetzt wieder Handschuhe mit ca. 4cm breitem Gurt um das Handgelenk, da fühl ich mich sicherer. Und halten tun die bei mir ein paar Jahre, also meiner Meinung nach eine sinnvolle Investition.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Magic ()

  • Update von meiner Seite:


    Sikaflex 221, unverdünnt einfach so auf die Handschuhe geben. Auf der Pistole noch nicht einmal die Düse.

    Aceton bereit stellen um die Hände damit zu waschen und falls was daneben geht. Plastikfolie um die Handschuhe dann wo hinlegen zu können.

    Das Sikaflex schön über die Nähte des Handschuhs und alle neuralgischen Punkte geben und dann mit einer Metallspachtel verteilen. Das ergibt schöne glatte Flächen, drückt das Sika in die Poren des Gewebes und ist viel einfacher als mit Pinsel.


    Danke an Jo King für den Tipp.