Erfahrungsbericht Handschuhe mit Sikaflex bearbeiten

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  • Ergänzung: ich habe das Harz mit Shorehärte 75. genommen. Soll von den technischen Daten noch belastbarer sein. Und kann sehr dünn, ohne es antopfen zu lassen, draufgeschmiert werden.


    Die Verarbeitung ist jedenfalls deutlich einfacher als mit Polyglut oder Sika.

  • Klingt doof, aber breiter Zungenspatel, Hansaplast sensitiv und eine billige Feinwaage funktionieren hervorragend.

  • Mist, Bacuplast hat nichts passendes lieferbar. Ich habe jetzt mal ein paar Lieferanten angeschrieben was die mir in Shore Härte 50-75 empfehlen...

  • Kleiner materialunabhängiger Tipp am Rande: Bei der Beschichtung der Ärmel vorher genau prüfen (z.B. durch Hinlegen im Wohnzimmer), wo beschichtet werden muss. Dabei mit einberechnen, dass sich der Ärmel durch die Reibung auf der Piste evtl. etwas verdreht.

    Also im Zweifel eine etwas größere Fläche beschichten.

  • Bacuplast hat wieder lieferbar. Ich habe jetzt mit die Shore Härte 75 und ein paar Farben bestellt.

    Aber ich habe die Befürchtung, dass es für den Katschberg reicht erstmal nur die Handschuhe mit Sikaflex zu schützen...

    christian61 : in Deinem Video hast Du aber nicht gerade die Klamotten präpariert sondern nur so getan als ob, oder? Transparentes Silikon?

  • Was macht man wenn man noch keinen EC-Style hat, seine Klamotten aber vorbereiten will?

  • Warum ist denn vorne auf dem Bauch der Schutz schräg aufgetragen? Ist das jetzt für Regular oder Goofy dargestellt?

    müsste Goofy sein, ich habe meine Klamotten genau anders herum bearbeitet und fahre Regular.

    Was macht man wenn man noch keinen EC-Style hat, seine Klamotten aber vorbereiten will?

    Entweder wartet man ab wo sich die ersten Stellen auf der Kleidung abreiben und bearbeitet sukzessive oder man trägt erstmaql alte Klamotten und überträgt die Erfahrung auf neue oder man schwingt gleich die große Keule ^^

    "Um trotz Persönlichkeitsstörung demokratische Entscheidungen treffen zu können, achte ich darauf immer eine ungerade Anzahl von Identitäten zu besitzen!"


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  • CrazyBanana das mit dem Warten hat Vor- und Nachteile: zum einen weiß man dann genau, wo man das Zeug auftragen muss, aaaaber sobald der Stoff aufgerauht ist, bekommt man nur schwer eine glatte Oberfläche hin. Dann wird der Auftrag pickelig.

    Wenn du fertig bist, setz mal ein paar Fotos rein.


    Viele Grüße

  • in Deinem Video hast Du aber nicht gerade die Klamotten präpariert sondern nur so getan als ob, oder? Transparentes Silikon?

    Falls du das "EC instant"-Werbevideo meinst, da ist das Spachteln nur fake.


    Das transparente Material, das ich verwende, heißt "Normfest Krypton". Auf Ebay billig erhältlich und leicht zu verarbeiten.

    Alternativ für transparente Beschichtung: Aquasure. Das ist allerdings viel teurer.


    Beschichtung mit Krypton geht so:


    Früher, in meiner Jugend (also zwischen dem esten und zweiten Weltkrieg) ging's so:

  • Hallo liebe Freunde der gepflegten Sauerei,


    hier meine gestrigen Sikaflex Erfahrungen.

    Ich habe aufgrund Werner's Empfehlung auch den Level Fly Mitt Fäustling Handschuh mit Handgelenksschoner gekauft.

    Allerdings habe ich erstmal den Gurt dran gelassen, den kann ich ja später immernoch abschneiden...

    Da ich je erst vorhabe EC zu lernen (wann ist endlich Freitag???), habe ich im Gegensatz zu Werner die Handflächen bis zu den Fingerspitzen eingeschmiert.

    Die Sikaflex 211 Kartusche habe ich auch in warmes Wasser gelegt, das hat aber nur anfänglich geholfen die Pampe leichter rausdrücken zu können.

    Ich kann jedem nur empfehlen das Ganze im Sommer an einem schönen Nachmittag zu machen und die Kartusche in die Sonne zu legen.

    Laut Datenblatt liegt die Verarbeitungstemperatur bis 40°C.

    Zum Glück habe ich mir einen Unterarmschutz aus festen Plastiktüten gemacht. Sikaflex Flecken auf Haut gehen ganz gut mit Nagellackentferner runter. Emfehlenswert ist auch Zeitungspapier auf den Boden zu legen. Mein Garagenboden ist nun verziert und meine Hausschuhe sind jetzt recht rutschfest...

    Eingeschmiert hab ich die Handschuhe in angezogenem Zustand mit einer Kunststoffspachtel, Aufgehängt an einem selbstgebogenem Haken.

    Ebenfalls habe ich die Düse nicht verwendet. Allerdings ging die restliche Hälfte nicht in die Gefriertruhe, sondern in einen Vakuumbeutel.



    @Admins: schlage vor, die Giesharz-Beiträge in einen extra Faden zu verschieben...

  • So. Nach 9 Tagen Gebrauch kann ich vielleicht einen ersten Eindruck zur Tauglichkeit vom bacuplast-Gießharz geben. Auf Jacke und Hose hat es in der Zeit einen guten Dienst getan. Am Ärmel, wo eine Falte entstand und an einer Stelle am Oberschenkel, wo ich den Autoschlüssel in der Tasche hatte (immer geil zum drauffliegen...), hat sich das Harz bis auf den Stoff heruntergerubbelt. Wenn ich die Schichtdicke von geschätzt 1 mm betrachte, ist das ein ganz gutes Ergebnis. Mit dem Sika 221 hatte ich ähnliche Ergebnisse, allerdings hatte ich das bei mir wegen der pastösen Konsistenz immer deutlich dicker aufgetragen. Die Reparatur sollte kein Thema sein, weil sich das Harz anscheinend gut mit den alten Schichten verbindet.


    Ob Shorehärte 50 oder 75 geeigneter ist, kann ich nicht beurteilen. Dazu müsste ich mit Lambert mal parallel die Textilbremse machen.


    Was überhaupt nicht funktioniert hat, war das Harz in Verbindung mit meinen Handschuhen. Die Dakine haben eine ‚rubbertec‘ Gummiehandfläche. Das Harz hat sich nicht verbunden und flog mir in Fetzen um die Ohren, wie ich auch befürchtet hatte. Handschuhe mit Stoffinnenseiten sind demnach zu empfehlen.


    Eine Kehrseite hat das Harz allerdings: es stinkt ein paar Tage nach dem Abbinden wie eine volle Windel. Wenn man Frau und Kind daheim lässt, ist das an der frischen Luft noch akzeptabel. Jetzt nach einer Woche Familienurlaub musste ich mir einiges anhören. Und die Klamotten durften auch nur außerhalb des Apartments trocknen.


    Ob der Geruch irgendwann nachlässt, bleibt zu hoffen. Von der Verarbeitung auf Textilien, der Möglichkeit zur Farbgebung und insbesondere der Belastbarkeit auf der Piste her kann ich das Gießharz empfehlen.



  • Danke für die Infos, Daniel!


    Fazit: Jedes Material hat gewisse Vor- und Nachteile, da muss jeder für sich selber entscheiden was ihm wichtig ist.


    Für mich persönlich heißt das:

    a) Für die Handschuhe bleib ich bei Sika 221 (schwarz).

    b) Für bunte Kleidung bleib ich bei Normfest Krypton (transparent).


    Gründe:

    Sika 221 riecht nur sehr kurzzeitig und lässt sich sehr leicht verarbeiten.
    Krypton dünstet zwar längere Zeit etwas aus, aber es "duftet" eher nach Billigshampoo als dass es stinkt. Unproblematisch. Allerdings kriegt man keine ganz so gleichmäßige Oberfläche damit hin wie z.B. mit dem Gießharz auf Daniels roter Hose (s. oben), aber aus dem Alter, wo das noch wichtig ist, bin ich schon raus. ;)


    Beides kann man gemütlich im Keller verarbeiten, ohne hinterher high zu sein.

    Sowohl Sika 221 als auch Krypton sind nicht ganz so widerstandsfähig wie Gießharz, Aquasure oder Polyglut, aber bei den maximal 15 Pistentagen, auf die ich pro Jahr komme, hält es auch fünf Jahre.