Neues Board - EC mit SG Full Carve möglich?

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  • Hallo liebe Carving-Gemeinde,

    ich bin (zwangsläufig) auf der Suche nach einem neuen Board und hab mich die letzten Tage viel durch dieses und auch andere Foren gelesen. Habe auch an anderer Stelle bereits ne ähnliche Frage gestellt, suche aber noch weitere Meinungen. Hoffe, diese ich diese hier bekomme :hello: 

    Kurz zu mir und meinen Anforderungen: 187cm, 83kg, Schuhgröße 45, Papa in den Mitte 30ern. Boarde seit ich 15 bin. Erst lange Zeit mit Burton Big Air, Softboots und der 3-Schnallen-Torque Bindung. Nachdem ich das Carven für mich entdeckt habe und dabei meine Zehen immer im Schnee geschliffen haben, hab ich darauf eine Intec-Step-in montiert und mir Raichle Hardboots besorgt. Irgendwann Anfang der 2000er dann diesen Aufbau auf einen 172er F2 Silberpfeil geschraubt und seit dem mit diesem Brett weitgehend (nicht komplett) glücklich unterwegs. Als ich aber nach dem letzten Familien-Winterurlaub das Brett aus dem Auto genommen hab, war das Oberdeck gerissen :( Keine Ahnung, wie das passiert ist. Das Board ist auf jeden Fall durch.

    Was also als Ersatz? Im Hinterkopf hab ich seit ein paar Jahren ein SWOARD. Hab irgendwann mal die Bilder und Videos vom EC entdeckt und beschlossen, dass ich auch mal so fahren will. Dann ist da aber die Sache mit der Familie. Ich komme im Jahr üblicherweise 1 Woche auf die Piste, dann natürlich in den Ferien. Also keine Laborbedingungen. Der Rest der Family fährt Ski, wir fahren also alles runter, was das Skigebiet so her gibt. Fahrtechnisch bin ich recht sicher, heize gerne (wenns frei ist in der schwarzen auf Falllinie stellen und unten auslaufen lassen :D ), aber besonders gerne fahre ich schräg, wenn der Hang und die Pistenverhältnisse es zulassen. Von der Kontrollierbarkeit war ich in so ziemlich allen Bedingungen mit dem Silberpfeil recht zufrieden (highspeed, zerfahrene Pisten, Ziehwege, viele Leute, etc.) Doch um richtig tief runter zu kommen, hatte ich beim Silberpfeil ab und an so meine Schwierigkeiten. Manchmal gings einigermaßen, dann ist mir mal wieder die Kante weggebrochen oder es ging so eng um die Kurve, dass ich fast vorne über gefallen bin. Da geht bestimmt fahrtechnisch noch einiges, aber manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass er zu weich ist.

    Jetzt hab ich mich wie gesagt ein bisschen eingelesen und die Bedenken, ob die SWOARDS für meine Anforderungen (Familienurlaub, zerfahrene Pisten, ab und zu highspeed) zu sehr auf EC ausgelegt sind. Oder ob die den Rest des Tages nach 11:00 Uhr auch locker mitmachen. Bin dann aber auch auf das SG Full Carve gestoßen, das ein gutes Allround-Freecarve Brett sein soll. Da ich aber den Traum vom EC immer noch habe, ist jetzt eigentlich die Frage, ob das Board auch mal für besonders tiefe und (fast) liegende Turns geeignet ist. Das will ich auf jeden Fall noch weiter ausbauen und idealerweise irgendwann mal hinkriegen. Aber solche Turns werden eher bei seltenen Gelegenheiten gefahren, der Rest des Tages wird dann mit der Familie rumgedüst.

    Könnt ihr mir hier bei der Entscheidung ein klein wenig unter die Arme greifen? Wie eingangs erwähnt, waren die SWOARDs lange Zeit meine Wunschbretter. Und auch wenn sich das SG jetzt für mich interessant anhört, bin ich von den SWOARDs definitiv noch nicht abgekommen. Aber das Board sollte neben EC halt auch für andere Bedingungen funktionieren.

    Ich weiß, dass testen das Beste ist und hier auch immer empfohlen wird. Kann ich auch voll und ganz nachvollziehen. Wir wohnen aber im Frankfurter Raum und mit den üblichen familiären Verpflichtungen bekomme ich es momentan nicht hin, mal eben für ein Wochenende in die Berge zu fahren. Hab den Willen dazu zwar mal bei der holden Gattin angemeldet, aber die Umsetzung sehe ich momentan eher als nicht realistisch an. Insofern wird es wohl ein Blindkauf werden in der Hoffnung, dass ich im Jänner dann mit einem breiten Grinsen abends im Hotel sitze und mich die Familie nur dumm anglotzt :lol2:


    Viele Grüße

    Martin


    P.S. Gebrauchte, Testbretter oder Vorjahresmodelle (Abverkauf?) wären für mich auch eine Option. Preislich wäre neu so bei 600-700, gebraucht bei +/- 400 angesiedelt.

  • Boeh ey, das ist schwierig. Swoard Laydowns gehen mit Swoard Brettern am leichtesten - Fahren und Lernen.

    Ich würde den Swoard Boards ein wenig Punkte im Bereich Flexibilität abziehen - was wahrscheinlich auch der Grund für das leichte Lernen ist.

    (Bin EC Pro 175 H Gen4 gefahren - meine Aussage könnte also auch nur dafür gelten)


    Ich glaube ich würde an Deiner Stelle trotzdem auf ein Swoard zielen.


    my2cents

  • Hallo Martin,


    der Werner hat's schon recht gut zusammengefasst. Ich füge nur noch ein paar Details hinzu.


    1. Ein Board, dass bei allen Bedingungen für alle Einsatzzwecke super geeignet ist, gibt's nicht.

    Man muss also immer einen Kompromiss eingehen.


    2. Ein Swoard funktioniert (auch wenn das gelegentlich behauptet wird) NICHT NUR bei Laborbedingungen.


    3. Vor einem Swoard braucht man keine Angst zu haben. Es fährt sich leichter als manch andere Boards.


    4. Was mit einem Swoard NICHT geht, sind ENGE gecarvte Turns (nicht liegend) auf einer dicht bevölkerten Piste. Ich mach dann notfalls Driftschwünge, das ist zwar uncool, geht aber problemlos.


    Liegende Turns kann man grundsätzlich mit fast jedem Board machen. Wenn's LANGGEZOGENE liegende Turns sein sollen, braucht man allerdings ein Board mit mehr als 10 m Sidecut Radius. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: mit 'nem Swoard geht's wirklich deutlich leichter.


    Diesen Winter hast du übrigens gute Chancen auf ein gebrauchtes Swoard Gen4, weil im November das neue Gen5 rauskommt.

    Bei der Swoard-Demo-Tour am 16. und 17. Dezember in Hintertux kannst du kostenlos Swoards testen. Dann musst du nicht blind kaufen.


    Wenn du was sehr billiges suchst, mit dem trotzdem langgezogene Laydowns möglich sind, wäre ein gebrauchtes GS- bzw. RS-Board noch eine Option. Auf bevölkerten Pisten hast du damit natürlich fast noch größere Probleme als mit einem Swoard, d.h. du musst driften, weil du die Kurven nicht ausfahren kannst.


    Egal wie du dich entscheidest - viel Spaß!

  • Hallo Männer,


    vielen Dank für eure Hinweise. Das erleichtert meine Entscheidung deutlich. Habe bisher zu wenig über die nicht-EC-Eigenschaften des SWOARD gelesen, daher meine Bedenken. Die nehmt ihr mir nun :-)

    Mit Driftschwüngen hab ich prinzipiell kein Problem, die mussten mit dem Silberpfeil je nach Situation auch mal sein.

    Kurze gecarvte Turns fand ich allerdings schon auch ganz nett. Aber wie du, Christian, eingangs geschrieben hast, kann man eben nicht alles haben. Laydowns reizen mich halt schon sehr und wenn der Rest auch einigermaßen passt, dann wird das SWOARD wohl tatsächlich das Richtige für mich sein. Ich halte mal die Augen offen.


    Falls es noch weitere Erfahrungen gibt, freue ich mich natürlich über jeden Beitrag.


    Beste Grüße

    Martin

  • Ich denke solange Du bei einem Board Type bleibst, wirst Du bei jedem Hersteller was passendes finden. Von GS oder RS Brettern würde ich persönlich Dir eher abraten.

    Hier ein Video für Dich:

    The last man? :-) 

  • Hallo Martin


    Warum Werner von GS Brettern abrät weiss ich nicht, denn ich fahre nur solche Dinger. Bei Dir gibt es allerdings ein Grund der für Swoard (oder ähnliches) spricht.


    Für EC muss die Bindung so montiert werden, dass die Hartboots wirklich gar keinen Überstand haben, da sonst bei den erreichten Aufkantwinkeln die Schuhe anstehen und dadurch die Kante abhängt.


    Mit breiteren Boards ist dies deutlich einfacher (ohne allzu steile Bindungswinkel) zu erreichen als mit Deinem Silberpfeil, vor allem bei Deiner Schuhgrösse.


    LG nextcarve


    PS: Das man auch ohne Swoard Brett EC fahren kann, zeigt der Lodo hier:

    Moon-and-carve-Poster-slim-tumb.png?raw=1MOON & CARVE 2018: Der neue Raceboard Event im Berner Oberland auf der Metschalp, Frutigen, Schweiz.

  • Meine Gedanken waren, für jemanden der nur wenige Tage pro Saison fährt und Flexibilität als eines der Ziele genannt hat:

    • Benötigen sehr saubere Technik um sie um enge Kurven zu bringen
    • Sind körperlich anstrengender wenn man kleine Radien fahren möchte
    • Driften ist etwas schwerer
    • Bindungswinkel muss eher steil sein wegen der geringen Boardbreite
    • Da Familie wird es eher Ferien sein -> Volle Pisten -> Default sollten kleine Radien sein


    Es ist mir einfach zwei Schritte diametral zum ausgesprochenen Ziel: Länger und Härter. Eines von beiden wäre ja okay aber beides auf einmal?


    Siehst Du das anders?

  • Siehst Du das anders?

    Von den Anforderungen her nicht; Deine Liste stimmt schon.


    Allerdings kann Dir das auch ein GS Brett bieten, wenn Du ein kürzeres, mit weicherem Flex nimmst. Fast alle Hersteller bieten GS Better um die 175 mit weicherem Flex. Angst braucht man auch vor Racebrettern nicht zu haben, im speziellen sind die SG's sehr gutmütig und auch sehr variabel zu fahren.


    Schwierig wird's bei der Boardbreite. Hier ist mir bei den Racebrettern nur eine Ausnahme bekannt, nämlich das SG Full Race 163 in der XT Variante. Dieses liegt aber ausserhalb des angestrebten Budgets.


    Bleiben also nur noch günstigere, breite Boards für EC: z.B. Swoard Extremecarver, Pure Boarding Bastard, Goltes Extreme Carve oder F2 Silberpfeil Vintage.


    Ich denke Martin hat sich mittlerweile schon für Swoard entschieden und liegt damit auch nicht falsch. Ausserdem lassen sich die Swoards bei nicht gefallen ziemlich gut wieder verkaufen.

    Moon-and-carve-Poster-slim-tumb.png?raw=1MOON & CARVE 2018: Der neue Raceboard Event im Berner Oberland auf der Metschalp, Frutigen, Schweiz.

  • Mahlzeit!


    Hallo Martin,


    wenn ich deine Frage lese, kommt doch recht deutlich rüber dass du von den

    Swoard-Brettern ziemlich angefixt bist, oder täuscht das? :-?

    Wenn das so ist: Kauf dir so eines. :thump:

    Wenn du "trotzdem" ein anderes Brett kaufst, wirst du immer von einem Swoard träumen.

    Vermutlich bis du eins gefahren bist und es evtl. doch nicht deinen Vorstellungen entspricht.

    Wir reden hier ja von Hobby, da geht es nicht immer um Vernunft... ;-) 


    Wenn du lange Zeit den Silberpfeil gefahren bist und damit Spaß hattest

    empfehle ich persönlich dir unbedingt ein Virus Tantalus, alternativ das Oxess XXR.

    Beide sind von den Maßen her (Länge, Breite, usw.) in der gleichen Ecke angesiedelt,
    allerdings in eigentlich allen Belangen teils um Welten besser.


    Ich spreche den Swoard-Brettern wirklich nichts ab, aber sie erfordern doch einen wesentlich

    anderen Fahrstil als das was du bisher gefahren bist.

    Kauf ohne vorherige Fahrt? Mmhh....

    Der Tip von Christian mit der Swoard-Demo-Tour ist Gold wert.

    Hintertux ist doch nicht sooo weit... :floet:

    Was ist das wichtigste, das ein Eskimo-Vater seinem Kind beibringt? DON`T EAT YELLOW SNOW!!!
    --------------------
    Männer und Frauen schauen übrigens aus vollkommen unterschiedlichen Gründen Filme, bei denen man Taschentücher braucht!

  • Hey zusammen,

    hier ist ja richtig Leben im Thread, cool!

    Ja Tim, diese Überlegung hatte ich auch schon: falls ich mich doch für ein anderes Board entscheide, werde ich mich immer fragen, ob das SWOARD nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre.


    Vom Fahrkönnen her traue ich mich mal zu sagen, dass ich mit den neueren, bisher genannten Brettern durchaus zurechtkommen werde. Und da EC wie bereits geschrieben durchaus ein Ziel ist, geht das Erlernen mit dem SWOARD scheinbar am Besten. So lange ich das nicht hinkriege weiß ich also, dass es nur an mir liegen kann. Dann bestehen schon mal keine Zweifel am eventuell falschen Material.


    Wenn ich das dann kann und merke, dass mir im sonstigen Urlaubs-Alltag die Breite, der Shape oder was auch immer nicht so zusagt, besteht ja auch die Möglichkeit, das Board in 2 oder 3 Jahren wieder gegen was anderes zu tauschen. Dann hab ich aber mal die EC-Basis und kann andere Bretter auch besser beurteilen.


    Wäre mein Silberpfeil nicht kaputt, würde ich ganz entspannt im Januar im Urlaub mal ein SWOARD Probe fahren und dann entscheiden. Da ich aber ein Board brauche, hab ich momentan keine andere Wahl als blind zu kaufen.


    Insofern ist die Entscheidung wohl tatsächlich gefallen: SWOARD Gen4 (oder wenn das Angebot stimmt auch ein Pro) in 175M :)


    Vielen Dank an alle für die gute Unterstützung! Ihr seid echt klasse :thumbsup:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Martin T ()

  • Hallo Martin,

    ich weiß nicht, ob Du Dir mit dem Sprung auf ein Swoard ein Gefallen tust:

    1. gute 4-5cm mehr Boardbreite
    2. ein im Vergleich zu Deinem uralten SP brutal torsionssteifes Brett
    3. Du fährst "nur eine Woche pro Saison mit der Familie in typischen Skigebieten
    4. EC ist zunächst eine Sache der Fahrtechnik, erst dann hilft das passende Brett


    Der logische nächste Schritt wäre m. E. ein Upgrade zum SP neuester Generation oder z.B. ein SG Full Carve 170/175.


    Seit 2000 hat sich einiges getan bei den Shapes, Du wirst erstaunt sein, wie leistungsfähig die Boards inzwischen geworden sind in Bezug auf Speed, Kontrolle und Carving auf verschiedenen Untergründen.


    Beim Swoard wäre ich mir unter Deinen Randbedingungen nicht so sicher, ob Du nach einer Woche das Grinsen im Gesicht hast.


    //w




  • Hallo Wulf,


    dein Beitrag zeigt recht gut, was mich anfangs dazu bewegt hat, diesen Post zu verfassen. Inzwischen sehe ich das allerdings etwas differenzierter.


    Der logische nächste Schritt wäre m. E. ein Upgrade zum SP neuester Generation oder z.B. ein SG Full Carve 170/175.

    Das war ja auch meine ursprüngliche Überlegung (das SG, kein neuer Silberpfeil). Aber da wie geschrieben Laydowns-lernen definitiv auf meiner to-do-Liste steht, sollte das Board dafür auf jeden Fall geeignet sein. Zum SG hab ich diesbezüglich leider noch keine Erfahrungswerte bekommen. Geschweige denn ein Video, in dem ich das tatsächlich sehen kann (im Gegensatz zu mittlerweile zahlreichen SWOARD-Videos).



    wulf schrieb:
    EC ist zunächst eine Sache der Fahrtechnik, erst dann hilft das passende Brett

    Glaube ich voll und ganz. Aber wie gesagt: das Board sollte dazu auch geeignet sein. Mein alter Silberpfeil war es ziemlich sicher nicht. Und da ich ohnehin ein neues Board benötige - warum nicht gleich DAS EC-Board schlechthin? Der einzige Grund wäre eine eventuell fehlende allround-performance außerhalb des extremecarvens. Aber die soll laut mittlerweile zahlreichen Meinungen durchaus gegeben sein.



    wulf schrieb:
    gute 4-5cm mehr Boardbreite

    Betrifft das nicht jeden Umsteiger von klassischen (schmalen) Carving-Boards auf breitere Extremecarver? Ich hatte vor dem Silberpfeil das Burton Big Air 164 und hab damit das Carven gelernt. Ich würde es daher mit dem SWOARD vermutlich auch hinkriegen.

    Die zentrale Frage wäre jetzt: womit habe ich am Ende meines Urlaubs das fettere Grinsen im Gesicht?
    Neuer Silberpfeil?
    SG Full Carve?
    SWOARD Extremecarver?

    Die bisher vorherrschende Meinung ist, dass es das SWOARD sein könnte. Wissen tue ich es erst hinterher und werde gerne Mitte Januar berichten. Aber berechtigt sind deine Überlegungen durchaus. Denn da ich noch keine laydowns kann, werde ich beim "allgemeinen" fahren und carven mit dem SG zum Beispiel bestimmt eine große Verbesserung zu meinem alten Silberpfeil erleben. Insofern wäre hier schon mal ein Punkt beim Grinsen erreicht. Wenn das SWOARD diese Disziplin nun wider erwarten schlechter erfüllen sollte als mein alter SP, wäre das natürlich frustrierend. Andererseits gibts dann ja noch die Umstellung des Fahrstils und das Erlernen des EC. Je nachdem, wie gut und schnell ich da Fortschritte mache, würden die Grinse-Punkte dann vermutlich eher weiter zum SWOARD wandern. Oder anders: wenn ich bei meinen EC-Versuchen mit dem SG nicht vorankommen sollte, werde ich mir immer wünschen, das SWOARD unter den Füßen zu haben...

  • Abfahrt 9.11 zum Einrutschen nach Sölden:


    Frankfurt(Main)Hbf 07:54 6:16
    ICE, EC, RJ 69,90 EUR
    Ötztal 14:10


    Dann kannst Du nicht nur ein Brett fahren sondern bekommst auch Fahrtips.

    :teufel:

  • I muss da jetzt auch was dazu sagen:

    Ich hab immer Bedenken, wenn sich jemand mit großen Anlauf aufs EC stürzen will. Ich steh auf breite Boards, und gekonntes EC is eine tolle Sache, aber es gehört mehr dazu als einfach nur ein Swoard zu kaufen und sich hinzulegen. Mit dem Studium von Videos und Tutorials und mit Kursen kommst Du weiter, am Schluß kann trotzdem die Konzentration auf diese Fahrtechnik in Verbindung mit dem Swoard auch ein Spassvernichter sein.


    Du fährt lang auf einem 172er Silberpfeil. 18 cm Mittelbreite, stark vorgespannt, enger Radius, klassischer Shape, neigt im tiefen Schnee zum Eingraben. Das ist das Gegenteil von einem EC-tauglichen Board, keine Frage.

    Ich weiß ned genau wie du fährst, aber bei Deiner Vorgeschichte hab ich zumindest ein typisches Bild vor mir. Du kommst aus den 90ern und warst nie in einer Gruppe wie der Frozen Backside dabei, und auch nicht zB bei einem Pureboarding Kurs?


    Ich rate mal: Um richtig toll EC zu lernen, mußt du praktisch alles umstellen. Neues Board, Bindungswinkel, Grundhaltung, Timing, Hochtief-Bewegung, Rotation, Längsbewegung, wahrscheinlich auch Schuheinstellung, Canting, Handschuhe pimpen, usw usw.

    Das ist ein Riesenvorhaben. Irrsinnig lohnend, aber ein langer Weg.

    Du mußt ein gewaltig geschickter Bursche sein, um das innerhalb einer Woche Familienurlaub jährlich zu lernen. Ich sag ned dass das unmöglich ist, aber ich kann mir vorstellen dass Du mehr Spass hast, wenn Du das auf Raten machst. Sonst läufst Gefahr dass Du Deinen alten Fahrstil nimmer fahren kannst, aber niemals den neuen lernst. Richtig gefrustet bist. Den Eindruck hast alles verlernt zu haben. Ich kenn einige denens so gegangen ist. Sogar welche die jetzt nimmer Snowboard fahren.


    Ich nehm an Du willst vorerst nicht das super saubere EC, sondern Du willst schräger fahren und im besten Fall laydowns aneinanderhängen. Das ist nicht dasselbe. Öfter mal hinlegen, das lernst schnell. Bis zum EC is der Weg viel viel weiter.


    Ein Board wie das Full Carve wär sicher eine super Etappe auf diesem Weg. Mein persönlicher Geheimtipp ist das Goltes ich glaub Ultra Carve nennt ers, da hab ich den Prototypen, da is auch das 180er noch leicht zu fahren, während das 180er Full Carve schon sehr lang ausgelegt ist. Und 175-180 solltest schon nehmen bei Deinen Maßen.

    Und es ist kein Problem mit einem 20cm breitem Board EC Turns zu machen. Es ist halt nicht gaaaaanz dasselbe. Dafür tust Dir im täglich Einsatz schon ein bissl leichter.

    Reine EC Boards neigen zB dazu, erst bei hohen Aufkantwinkeln sauber zu laufen und gute Führung zu liefern.


    Also: Du kannst das tun. Swoard kaufen, Material nach EC-Regeln umstellen, und trainieren anfangen. Aber sei Dir bewußt worauf du dich einlässt.

    Gegenden nördlich des Alpenhauptkammes sind aus klimatischen Gründen unbewohnbar.
    (H.Rosendorfer)

  • Hallo Martin!

    Schaue dir mal das an, sieht auch cool aus.


    Wenn ich mit den Kinder fahre, fahre ich auch oft mit Softboots und den in diesem Forum oft als "Schwabbelbrettern" bezeichneten Boards. Wenn die Piste griffig ist, gehts auch recht gut und neben der Piste kannst auch cool im Podwer fahren. Schaue dir vielleicht auch die Velvet Videos der Russen an. Die fahren dort mit allen möglichen Boards Laydowns. Ob das EC ist, kann ich nicht beurteilen, dazu kenne ich mich zu wenig aus. Da gibt es aber im Forum einige Mitglieder die können dazu mehr sagen.

    VG

    Christian

  • ... sehr geil gemachte Videos - und genau die Pisten, die man in den Ski-Ferien mit Familie vorfindet...;-)

  • Kleines EC Starter-Kit


    Zum Training der Laydowns:
    1.1 Body Rotation: https://www.youtube.com/watch?v=OLc6zmiG8wY
    2.1 Push-n-Pull: https://www.youtube.com/watch?v=xYq1uU9Iw8U
    3.1 - Backside laid-down: https://www.youtube.com/watch?v=SwbW2b0ZT8k
    4.1 - Frontside laid-down: https://www.youtube.com/watch?v=utQVkZBlfms
    Und die typischen Fehler:
    https://www.youtube.com/watch?v=qEJydTwUacc


    Hier ein Extreme Carving Lern Video von Ben:
    https://www.youtube.com/watch?v=SqY2dSXY_lM


    Eine schöne Stilstudie:https://www.youtube.com/watch?v=FkciIHjdo4w

    Eine coole Slowmotion:
    https://www.youtube.com/watch?v=VjDRNMebyUE


    So das sollte für den Anfang reichen :-)


    PS: Fruno, hast wie immer recht.

    Moon-and-carve-Poster-slim-tumb.png?raw=1MOON & CARVE 2018: Der neue Raceboard Event im Berner Oberland auf der Metschalp, Frutigen, Schweiz.

  • Mahlzeit zusammen,


    ich geb hier mal meinen Senf dazu, da ich vor Jahren das gleiche Ziel hatte. Ob man letztendlich beim reinen EC raus kommt ist mir dabei egal geworden. Der Spass ist das Ziel und den hab ich in jeder Kurve und auch dazwischen.


    Ich bin damals von einem 183er Oldschool-Speedster auf einen breiteren Oldschool Shape (Virus WCR wide) gewechselt. Die Umstellung der Bindungswinkel (und bei mir auch noch der Wechsel auf Bügelbindung) ist nicht zu unterschätzen, gerade wenn man seine Technik jahrelang "eingefahren" hat. Auch ich konnte vorher Carven, man sollte sich jedoch bewusst sein mit welchen Tools man das aktuell drauf hat. Wie Fruno sagte, der Weg ist mitunter lang und steinig.


    Was die Bretter angeht ist da vieles möglich, breite Shapes mit flachen Winkeln lassen sich bspw. auch leichter driften, um durch Menschenmassen durch zu kommen. Die Dinger fahren sich alle tewas anders, ich habe auch damit angefangen "blind" zu kaufen, das hat jedoch ein gwisses Risiko. Mittlerweile probiere ich bei den Testevents gern mal durch.

    Ich fahre gern alles von breiteren EC-artige Bretter bis GS-Shapes (manchmal auch SL), je nach Bedingung. Bin zwar bisher kein Swoard gefahren, aber selbst bei ähnlichen Abmessungen gibt es da große Unterschiede bspw. zwischen den Oxxess und verschiedenen Virus EC'lern. Ob man nun mit einem SG FullCarve besser unterwegs ist hängt meines erachtens nur von Länge/Radius und persönlichen Vorlieben ab. Einerseits kann man mit 20cm breiten Brettern auch ablegen, andererseits kann mit 23cm breiten Brettern auch "nochmal" Carven, man braucht halt etwas länger beim umkanten. Das man mit breiten Shapes bei Buckeln und viel Verkehr nicht Carven kann halte ich für ein Gerücht.


    Wichtiger als die Brettauswahl ist die Technik. Schau dir die Videos an und versuch das mit den neuen Brett zu verinnerlichen. Trotzalledem bringt dich ein Testevent in verbindung mit hilfreichen Tipps anderer deutlich weiter. Das solltest du unbedingt im Hinterkopf behalten.


    Ich wünsch dir gutes gelingen und steck den Kopf nicht zu schnell in den Schnee ^^

    "Um trotz Persönlichkeitsstörung demokratische Entscheidungen treffen zu können, achte ich darauf immer eine ungerade Anzahl von Identitäten zu besitzen!"


    Current: Plasma Competition Pro 184-20 :boarden: Virus UFC 173-21 :boarden: 
    History: Plasma Competition 190-20, Virus X-Treme-Carver Titanal 176-23 (R.I.P.), Rabanser BX 168-26, Virus WCR wide 170-21, kurz-schmal unknown 157-17, Nitro Attax BX 164-24.5, F2 Speedster RS 183-20 (Bj. 2002) :groehl: